Das Europäische Parlament hat die neue „Cats and Dogs“-Verordnung verabschiedet und damit erstmals EU-weite Mindeststandards für Hunde und Katzen beschlossen. Die neuen Regeln für Hunde und Katzen sollen vor allem den illegalen Heimtierhandel eindämmen, den Tierschutz stärken und die Rückverfolgbarkeit von Haustieren verbessern. Für Millionen Haustierhalter in Europa bedeutet die neue „Cats and Dogs“-Verordnung künftig strengere Regeln bei Kennzeichnung, Registrierung und Zucht von Hunden und Katzen.
Mit großer Mehrheit stimmte das EU-Parlament für die neue „Cats and Dogs“-Verordnung. Nach Angaben des Europäischen Parlaments wurden die neuen Regelungen mit 558 Ja-Stimmen beschlossen. Die Verordnung gilt als historischer Schritt im europäischen Tierschutz, da es bislang keine einheitlichen EU-Regeln für Haltung, Zucht und Handel mit Hunden und Katzen gab.
Die „Cats and Dogs“-Verordnung bringt Chip-Pflicht und strengere Zuchtregeln
Ein zentraler Bestandteil der „Cats and Dogs“-Verordnung ist die verpflichtende Kennzeichnung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Künftig sollen alle Tiere in nationalen Datenbanken registriert werden. Ziel der „Cats and Dogs“-Verordnung ist es, den illegalen Tierhandel besser nachverfolgen zu können und ausgesetzte Tiere schneller ihren Besitzern zuzuordnen. Verkäufer, Tierheime und Züchter erhalten mehrjährige Übergangsfristen für die Umsetzung der neuen Vorgaben.
Zusätzlich enthält die Verordnung auch strengere Regeln gegen Qualzucht und Inzucht. Verboten werden unter anderem Zuchtpraktiken, die zu gesundheitlichen Problemen führen können, etwa extrem kurze Schnauzen oder andere übertriebene körperliche Merkmale. Auch bestimmte Verstümmelungen und tierschutzwidrige Trainingsmethoden sollen künftig EU-weit untersagt werden.
Besonders wichtig ist zudem die Regulierung des Online-Handels. Es ist vorgesehen, dass online angebotene Hunde und Katzen künftig überprüfbar registriert sein müssen. Damit sollen illegale Verkäufe und sogenannte Welpenmafia-Strukturen erschwert werden.
Auch wenn viele Regeln der „Cats and Dogs“-Verordnung erst schrittweise gelten, sollten Hunde- und Katzenhalter bereits jetzt prüfen, ob ihre Tiere korrekt gechippt und registriert sind. Dadurch lassen sich spätere Probleme vermeiden.
Warum die „Cats and Dogs“-Verordnung für Tierhalter in ganz Europa wichtig ist
Nach Angaben der EU besitzen rund 44 Prozent aller EU-Bürger ein Haustier. Gleichzeitig wächst der Heimtierhandel seit Jahren stark an. Vor allem der illegale Verkauf über Online-Plattformen sorgt regelmäßig für Kritik von Tierärzten und Tierschutzorganisationen. Die „Cats and Dogs“-Verordnung soll deshalb europaweit einheitliche Standards schaffen und bestehende Schlupflöcher schließen.
Tierschutzverbände begrüßen die Entscheidung des EU-Parlaments überwiegend positiv. Der Deutsche Tierschutzbund bezeichnete die neuen Regeln für Hunde und Katzen bereits als „Meilenstein für den Tierschutz in Europa“. Kritiker bemängeln dagegen teilweise die langen Übergangsfristen für private Tierhalter.
Bevor die Verordnung endgültig in Kraft tritt, muss sie noch formell vom Rat der Europäischen Union bestätigt werden. Anschließend sollen viele Regelungen schrittweise bis 2028 und darüber hinaus umgesetzt werden.
FAQ zur „Cats and Dogs“-Verordnung
Was ist die „Cats and Dogs“-Verordnung?
Die „Cats and Dogs“-Verordnung ist ein neues EU-Gesetz zum Schutz von Hunden und Katzen in Europa.
Was ändert sich durch die „Cats and Dogs“-Verordnung?
Geplant sind unter anderem eine Chip-Pflicht, Registrierungspflichten und strengere Regeln für Zucht und Tierhandel.
Gilt die Chip-Pflicht auch für private Tierhalter?
Ja, die „Cats and Dogs“-Verordnung sieht langfristig auch eine Registrierung privat gehaltener Hunde und Katzen vor.
Wann tritt die „Cats and Dogs“-Verordnung in Kraft?
Viele Regelungen sollen schrittweise ab 2028 umgesetzt werden.
Quellen
- Europäisches Parlament – Erste EU-Vorschriften zum Schutz von Hunden und Katzen
- Deutscher Tierschutzbund – Cats and Dogs-Verordnung
- RND – Neue Regeln für Hunde und Katzen
- Vier Pfoten – Neue EU-Verordnung für Hunde und Katzen
Stand der Informationen: 27. Mai 2026